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„Billig wirkende Kindergrafik, sieht aus wie ein schwacher Mario-Klon- was ist das denn für ein Spiel?“ So ähnlich erging es uns als wir Braid das erste Mal gespielt haben. Dass hinter der Fassade ein grafisch hübsches und vor allem kniffliges Spiel steckt hat niemand erwartet. Warum Braid am Ende doch hübsch ist und wieso so knifflig erfahrt ihr in unserem Test.
Wie Mario und Prince of Persia
So eben haben wir Braid gestartet und uns begegnet eine, wie von Kinderhand gezeichnete 2D-Welt. Einen Charakter mit dem Namen Tim sehen wir, mit dem wir hüpfen und laufen können. Das klingt erst einmal wie ein Mario-Klon und das ist es zumindest in der ersten Welt so. Wir laufen im Level umher, hüpfen über kleinere Hindernisse und sammeln Puzzle-Teile. Am Ende der Welt erfahren wir allerdings, dass sich eine Prinzessin, um jene es geht in der Geschichte von Braid, in einem anderen Schloss befinde. Aber nach dieser ersten Welt, die übrigens eigentlich schon Welt 2 ist (Aus Spoiler-Gründen ersparen wir euch hier die Begründung), legt Braid erst richtig los.
Denn nun entdecken wir, dass wir sogar die Zeit zurück- und vorspulen können, ähnlich wie in der Sands-of-Time-Trilogie von Prince of Persia. Anders als der persische Prinz dürfen wir die Zeit beliebig lang zurückspulen, sogar bis zum Anfang des Levels wieder. Diese Funktion ist überlebenswichtig in Braid, denn nur dadurch können wir viele Rätsel lösen. Ein kleines Beispiel gefällig? Der Schlüssel für die andere Seite ist in einer Grube mit gefährlichen Zacken. Wir springen mit Tim hinein, direkt auf den Schlüssel und haben jenen. Danach spulen wir die Zeit zurück und können zur anderen Seite springen und die Tür öffnen. Allerdings funktioniert das nicht immer, denn es gibt auch Gegner und andere Gegenstände die sich von dieser Zeitmanipulation nicht beeinflussen. Daraus ergibt sich am Ende ein Level voller kniffliger Rätsel, die teilweise stark an unserer Intelligenz knabbern. Gegen Ende des Spiels erhöht sich der Schwierigkeitsgrad zunehmend, aber das Spiel bleibt weiterhin lösbar.
Und andersherum!
Aber nur Vor- und zurückspulen bringt es auf Dauer nicht, weshalb es in jeder der Sechs Welten immer eine neue Fähigkeit gibt. So können wir schon bald unseren Schatten dazu verwenden, dass jener unsere Bewegungen wieder genau richtig ausführt, während wir die Zeit zurückdrehen. Dadurch ergeben sich bis zum Schluss wahnsinnig viele knifflige Sachen und Situationen, wo wir teilweise mehr als zwanzig Minuten an einem Rätsel und die verschiedensten Fähigkeiten von Tim nutzen müssen.
Das Level-Design tut sein Übriges. Zwar unterscheidet es sich nicht von Level zu Level extrem, ist aber dennoch wahrlich gelungen. Das auch noch miauende Hasen und Feuerkugeln unseren Weg kreuzen macht die Sache noch spannender, denn auch solche Sachen können und müssen wir in die Rätsel mit einbeziehen.
Kindergrafik? Von wegen…
Wie schon eingangs erwähnt, sieht Braid auf dem ersten und zweiten Blick aus wie von Kinderhand gezeichnet. Jedoch sorgt genau dieser Grafikstil für das Beruhigende und Schöne am Spiel. Zusätzlichen sorgen nette Effekte und Animationen für ein grafisch ansehnliches Spiel, auch wenn man es kaum glauben mag. Theoretisch könnte man sich Braid in einen Rahmen an die Wand hängen und man könnte es dann als künstlerisch wertvolles Bild ausgeben.
Auch der Sound ist eher leicht gehalten. Klassische Musikstücke sorgen für Abwechslung in den Leveln und hören sich wunderbar an. Da kann man auch gerne mal träumen…
Ordentliche Steuerung und keine Sprachausgabe …
Braid lässt sich einwandfrei steuern, besonders wenn ein Xbox 360 Gamepad vorhanden ist. Zwar lässt sich das Spiel auch gut per Tastatur bedienen, aber bei weitem nicht so gut wie mit dem Gamepad. Auch lässt sich die Tastenbelegung nicht ändern und es wird nur das Xbox 360 Gamepad unterstützt, will man andere Gamepads nutzen benötigt man ein Zusatz-Programm.
Aber um was geht es denn nun genau in diesem Spiel? Im Grunde stellt Braid eine philosophische Parabel auf die Zeit dar, besonders auf deren Vergänglichkeit und das wir möglichst sorgsam mit ihr umgehen sollten. Besonders das Finale in Welt 1 endet auf einem philosophischen Höhepunkt, wo man auch stark nachdenken muss. Leider wird die Geschichte nur über Texte erzählt, eine Sprachausgabe gibt es nicht. Das ist schade, genauso wie schade es ist, dass man Braid nach nur wenigen Stunden durchgespielt hat. Aber dieser Trip wird sich lohnen.
Fazit
Was soll ich noch über Braid sagen? Braid ist ganz einfach ein spielerisches Juwel, das mit einer stark philosophischen Geschichte aufwartet, auch wenn das Grundprinzip die Rätsel und die Geschicklichkeitseinlagen sind. Die Grafik ist einfach nur charmant, die Musik wunderbar und Braid zeigt, dass es doch noch etwas wie innovative Ideen gibt.
Zwar könnte man sagen, dass Braid im Grunde „Mario + Prince of Persia“ ist, aber stimmt nicht: Braid ist tiefgründiger und kniffliger. Und der Preis für Braid ist zudem absolute Spitze. Also kaufen!
Positives:
* harmante Grafik
* wunderbarer Sound
* knifflige, aber faire Rätsel
* Zeitmanipulation
* philosophische Geschichte
* faire Speicherpunkte
* atmosphärische Spielwelt
* leicht zugängliche Steuerung
* geniale Final-Welt
* Bosskämpfe
Negatives:
* keine Sprachausgabe
* Steuerung nicht konfigurierbar
* lediglich eine Bildschirmauflösung
* kurze Spielzeit
* Einsteiger haben es schwer
Wertung:
Atmosphäre: 87%
Grafik: 83%
Sound: 82%
Gameplay: 91%
Bedienung: 85%
Umfang: 75%
Gesamt: 84%


















Wirklich ein sehr gutes Review, vor allem weil es das beinhaltet, was ich vor kurzem (siehe Singularity Review) kritisiert habe. Ich würd mir das Spiel jetzt sogar kaufen, wenn es 10€ anstatt 15€ kosten würde, bin halt ein Geizkragen.
Auf Steam kostet es nur 9 Euro
Steam ist für mich leider keine Option. Ebenso jeder andere Shop, wo man nichts “festes” bekommt. Aber vielen Dank.
Tjo Braid ist ein Meilenstein. Jeder sollte man die Demo gespielt haben. Diese ganzen Blockbuster sind meistens Spiele die ich nie länger als eine Stunde aushalte aber Braid hab ich verschlungen wie ein gutes Buch und dann dieses geile Ende
Zur Zeit zocke ich Mount & Blade was auch von nonames geproggt wurde und für mich das beste Ritterspiel ist was ich je gesehen habe und die beste Steuerung hat für Schwert und Schild. Bei anderen RPG’s ende ich eigentlich immer als Magier oder Bogenschütze weil die Steuerung mit Schwert mir nicht Spaß macht…
Aber naja. BRAID ist jedenfalls ein Spiel was einen ein Wochenende gut beschäftigt. Ob 15€ gerechtfertigt ist kann ich nicht sagen aber andererseits hab ich mir auch Spore für 50€ geholt das hat auch nur ein Wochenende überstanden und war letztendlich Scheiße… Manche Spiele sollte man einfach Kaufen weil sies verdienen das derjenige Belohnt wird der ein gutes Spiel produziert hat
Ebenso, dankesehr für den schönen Test !
Vor allem die Wahl des Spieles finde ich lobenswert, ist Braid doch ein Kleinod unter den Spielen… wirklich jedes seiner wenigen Euro dreimal wert !
Hab schon mehrmals von dem Spiel gehört und das es ein kleiner Geheimtipp sei, finde es nur schade das gerade du Razyl so einen Test einfach ohne Angabe von Quellen kopierst und hier veröffentlichst.
Beweis: http://www.gamerlobby.de/reviews,id382,1,braid.html
also mir ist eine cd keine 6 euro wert
wenn noch was anderes dabei ist ok kann man drüber reden
aber das ist heutzutage viel zu selten
Team 8,99€ und PSN 9,99€ und da ich lieber aufer Couch zock hab ichs mir damals für PS3 geholt, kanns echt nur empfehlen…
Ob die Preise heute noch gelten weiß ich net habs mir vor ca 3Monaten gekauft
Wow, tolles Review!!!
Lob an dich Razyl!
Dreimal darfst du raten wer diesen Test geschrieben hat und rein zufällig für die Seite als fester Redakteur arbeitet und dort sogar täglich News postet, die dann auch noch rein zufällig hier landen…
O.o, ich hab mir das mal genauer angesehen: Als ich das Datum sah dachte ich: Joa könnte kopiert sein, wenn man sich allerdings Sörens Profil anschaut, fällt folgendes auf:
Skype: razyl34
Daraus lernen wir: Erst informieren, dann schreiben!
Btw: Ich hab wirklich erst auf der Seite geguckt bevor ich Razyls Kommentar gesehen hab xD