11.02
2010

Bayonetta – Review (PS3)

Entwickler
Platinum Games

Publisher
Sega

Genre
Action

Vergleichbar
Devil May Cry, Heavenly Sword, Ninja Gaiden

Release
05.01.2010 (Playstation 3, XBox 360)

USK
18

Trailer
http://www.youtube.com/watch?v=NItJGeiKYl4

“Bayonetta” ist das neue Meisterwerk der “Devil May Cry”-Produzenten.
Neben einer wirklich bezaubernden Grafik, bietet das Spiel knallharte und schnelle Action, wie man es schon von Dantes Abenteuern gewohnt ist. Doch das Gameplay beschränkt sich nicht nur auf Prügeleien, sondern kann im Gegensatz zu den anderen Genrevertretern noch einiges mehr an Abwechslung bieten.
Natürlich gibt es die üblichen “drücke diesen Knopf” Puzzels oder “bewege dies und drehe das” Actionen, aber unsere Hexe kann noch um einiges mehr. Nicht nur das es für sie eine Leichtigkeit zu sein scheint, die Zeit zu manipulieren, auch das Laufen an Hauswänden bei vollem Mondschein oder das Reiten von Mittelstreckenracketen gehört mit zu ihrem Hobbys. Die Liste an kleinen Stylemitteln, Minigames und Gimmicks ist rießig und sorgt somit nochmals für mehr Spielspaß, genauso wie das abwechslungsreiche Leveldesign.
Da wird in der einen Szene ein mächtiger Gegner mit Geschütztürmen in die Mangel genommen, in der anderen flüchten man auf einem Brett surfent vor einem Boss oder verfolgt diesem per Motorrad, im nächstem Level muss man ein kleines Mädchen beschützen, um anschließend jemanden zielgenau eine “Kugel” in den Kopf zu jagen.
Dieses war wohl die beste Spielszene, die ich seid langem gesehen habe !
Selbst die Monstertypen sind keine 08/15-Skelettenkrieger, sondern wirken ziemlich skuril, ausgefallen und einzigartig.
Besonders das Konzept und die Idee des “Golems” finde ich brilliant.
Um die Monsterjagd zu vereinfachen oder diese spaßiger zu gestalten, lassen auch in “Bayonetta” bezwungene Gegner eine “Währung” fallen, die man für allnützliches Zeug ausgeben kann.
Neben den normalen Items, neuen Skills und Waffen, lassen sich auch Ausrüstungsgegenstände kaufen, die bestimmte Effekte wie z.B. einen besonderen Schutz oder das Regenirieren seiner Lebensenergie mit sich bringen.
Man kann sich auch einige Grunditems selber herstellen, was man auf jedenfall im späterem Spielverlauf nutzen sollte.

Die Steuerung ist ein typischer Fall von “Easy to learn, hard to master”.
Mit nur 2 Knöpfen des Gamepads lassen sich bis zu ca. 30 unterschiedliche Combos ausführen, die sich natürlich mit der Art der Bewaffnung auch noch verändern lassen, von denen es soweit ich weiß insgesamt 15 gibt, die man sich mit der Zeit freispielen muss (was ziemlich lange dauern kann !).
Um nun im Eifer des Gefechts nicht den Überblick über dieses doch etwas große Arsenal zu verlieren, welches übrigens auch eine Art Lichtschwert enthält, kann man sich 2 Waffensets erstellen, welche man dann mitten im Kampf per Knopfdruck wechseln kann. Somit entstehen nochmal eine Vielzahl individueller Combos, je nachdem welche Waffen man miteinander kombiniert.
Auch Items wie Heilmittel oder Schutzzauber lassen sich bequem und einfach mit dem Steuerkreuz in brenzlichen Situationen ohne lästige Ladezeiten oder Auswahlmenüs benutzen.
Hinzu kommen noch eine Reihe von Spezialmoves, die man sich käuflich erwerben kann, die sogenannte “Witchtime”, welche nach einem erfolgreichen Ausweichen einer Attacke im letzten Moment dafür sorgt, das sie Zeit verlangsamt wird, um so den Gegner ordentlich Saures zu geben (man kann es auch als Bullettime bezeichnen) und die Finisher, welche meist ziemlich blutig enden und unseren Feinden somit das entgültige aus bescheeren.
Desweiteren können wir unserer Hexe für das gewisse Kleingeld beibringen, sich in nützliches “Kleinvieh” zu verwandeln.
Vom gefiedertem Raben, der große Schluchten oder Ansammlungen von Gegner überfliegen kann, hin zum hundeähnlichem Vierbeiner, der durch seine Beweglich und Schnellkeit besonders im Kampf gegen größere Gegner einem hin und wieder Vorteile verschaffen kann.

Es geht zwar wie oben schon erwähnt alles leicht von der Hand, aber um das Spiel erfolgreich zu bestehen, sollte man diese “komplexe” Steuerung und ganz besonders das Ausweichen und die damit verbundene “Witchtime” beherrschen, da bei den meist schnellen und teils unübersichtlichen Kämpfen die Gegner einem dann doch recht fix die restlichen Lebenspunkte zu nichte machen und man selbst bei Schwierigkeitsstufe “Normal” dann ziemlich oft das Zeitliche segnet.
Auch wenn der Grad der Schwierigkeit mich ziemlich an “Ninja Gaiden” erinnert hat, gibt es keinen Kampf oder eine Stelle Ingame, die unlösbar, einfach zu schwer oder total unfair ist.
Auch wenn man meist mehrere Versuche brauch, um Boss XY zu legen oder Raum AB von Monstern zu befreien, geht dadurch die Motivation nicht flöten, da das Scheitern meist ein Aspekt der Taktik und der Konzentration ist und man beim 2-3 Versuch es dann doch mit vollem Leben schafft.
Sowas begrüße ich auch, um ehrlich zu sein.
Gerade in letzter Zeit sind viele weichgespülte Games erschienen, die vom Schwiereigkeitsgrad her zwischen “nicht vorhanden” und “kann ein Dreijähriger spielen” rangieren.

Und gerade in solchen Zeiten, wo man Spiele meist in 7-8 Stunden durchgespielt hat, damit diese dann getrost in einer dunklen Ecke vor sich hinstauben können, sind Extras und ein hoher Wiederspielkeitsgrad wichtig.
Um Bayonetta auf “Normal” durchzuspielen haben ich gute 10 Stunden gebraucht, was für ein Spiel dieses Genres ein beachtliche Zeit ist.
Doch selbst nach dem Abspann kann man immer noch Spaß und Abwechslung finden, zumal es nicht nur etliche Sache zum freispielen gibt, sondern es auch unmöglich ist, sich nach der ersten erfolgreichen Beendung des Spiels alle Waffen, Ausrüstungsgestände oder Waffen leisten zu können, weil nunmal einfach das Geld fehlt, sodass man ein 2. Mal ran muss.

Abgesehen von dem meist schrillen und quietschigem Soundtrack, wo einem besonders das Lied “Fly Me To The Moon” nach ungefähr 100 Millionen Einspielern einfach nur noch aus den Ohren rauskommt und man sich eher rockiger Begleitmusik wie in Devil May Cry wünscht, muss ich sagen das mich der Rest einfach total begeistert hat und ich schon lange nicht mehr soviel Spaß beim spielen hatte.
Zu einem freu ich mich glaub ich schon so ein bissel darüber, das endlich mal ein weiblicher, durchaus sexy weiblicher Hauptcharakter, den bösen Jungs mal zeigt wo es lang geht.
Mit ihrer coolen und lässigen Art kommt sie doch schon ziemlich stark an Dante ran und ich würde mich super über ein Spiel mit beiden zusammen freuen.

Schräger Humor, eine bunte Spielwelt und schöne Grafik, geniales Gameplay und Videosequenzen, mit einem Hauch verrückter Story und Spielelementen sorgen für ein Spiel, welches das Genre mal wieder aufmischt und dem Ganzen eine neue Farbe verleiht.
Nicht jeder kann sich mit der Art und dem Setting des Spiels anfreunden, aber wenn man sich darauf einlässt, erwartet einem ein wirklich klasse Spiel.

Bewertung

Preis/Leistung: 10/10
Grafik: 10/10
Gameplay: 10/10
Schwierigkeitsgrad: 9/10
Spielzeit/Langzeitmotivation: 9/10
Soundtrack: 8/10
Extras: 8/10

Punkte: 9/10

Abgelegt in: Action, Community News, User Review Autor: anonym

22 Kommentare zu “Bayonetta – Review (PS3)”

  1. Sil sagt:

    etwas stärker darauf bedacht die negativen Aspekte zu beleuchten wäre dann dieses Review http://www.escapistmagazine.com/videos/view/zero-punctuation/1420-Bayonetta hier. Leider auf Englisch aber wen das schnelle sprechen und der teilweise bitter böse Sarkasmus nicht abschrecken wird hier gut unterhalten.

  2. Dexter sagt:

    Grafik 10/10 ?

    Ich will dabei gar nicht bestreiten, dass die Grafik gut ist, aber 10/10? Sie liegt also auf dem Niveau von Uncharted 2? Sie ist also perfekt?

    Fast noch skurriler finde ich die Bewertung des P/L-Verhältnis. Wie kann da eine 10/10, also etwas perfektes bei rauskommen, wenn Extras, Soundtrack, Schwierigkeitsgrad und Spielzeit/Langzeitmotivation unter 10 sind? Oder liegen gar ganz andere Aspekte zu Grunde?
    Bei aller anzustrebender „Objektivität“ bleibt so was immer subjektiv und somit:

    “Schafft die überholten und völlig subjektiven Wertungen ab”.

    Nicht für ungut, das ist nicht gegen dich persönlich gerichtet, sondern gegen die Sinnlosigkeit von Bewertungen in Form von Zahlen.

  3. Bartulus sagt:

    Vor weg: Das Spiel ist genial.
    Hab nun 55stunden(!!!!!) mit diesem spiel verbracht und zock es immer noch täglich.
    Zum einen ging viel zeit drauf das spiel in jedem schwierigkeitsmodus durchzuspielen, danach ging die jagd los jedes lvl mit platin (also perfekt) zu absolvieren. Dann geht es weiter mit der Jagd nach Heiligenscheinen( die währung im spiel) und und und…
    Also man echt genügend zu tun.
    Nun zur Review an sich: mir ist an einigen stellen aufgefallen, dass Themen angeschnitten werden, bzw. im nebensatz kurz erwähnt aber es ohne bemerkung so stehen gelassen wird. So wurde z.B. drauf hingewiesen, dass man “Grunditems” auch selber brauen kann. Es wär vielleicht eine erwähnung wert gewesen, dass darunter heillollis (allein das man lollis nimmt zum heilen etc. wär ne erwähnung wert gewesen^^), schutz- und attacklollis fallen.
    Auch die einschätzung des schwierigkeitgrades find ich ein bisschen zu hoch angesetzt. Der vergleich mit ninja gaiden hängt stark. Gerade im normalen schwierigkeitsmodus hat ich nie das gefühl, dass es schwer sei. Bei “unendlich Klimax” (letzter schwierigkeitsmodus, wenn man den specialmodus weglässt, wo man bei einem treffer stirbt…) kann man sagen, dass es wirklich schwer ist.
    Im gesamten ist es aber doch eine gute und knappe übersicht über das spiel.
    Es dient nur zum anregen des appetits, wer mehr wissen will sollte dann doch eher zu einer zeitschrift greifen oder sich einfach das spiel kaufen(was sicherlich nicht verkehrt ist)

  4. peachadelic sagt:

    Die Bewertung in Form von Zahlen ist vor allem dann sinnlos, wenn man von 10/10 als Grundwert ausgeht, und nur ab und zu, wenn ein bisschen was schlecht ist, einen oder zwei Punkte abzieht.
    Eigentlich sollte 5/10 Punkten “normal” sein, also Durchschnitt. In der Praxis ist es aber so, dass die Leute eigentlich nie unter 7-8 Punkten vergeben, und 6 Punkte schon soviel wie “miserabel” heißt. Dabei ist 6 auf einer Skala von 1-10 im Grunde schon überdurchschnittlich.
    Scheinbar setzen viele Leute auch “durchschnittlich” mit “schlecht” gleich. In meinen Augen hat Bayonetta eine durchschnittliche Grafik, d.h. es sieht im Grunde so aus wie die ganzen anderen PS3 Spiele auch, also angenehm anzuschauen.

    Im Grunde sagt mir ein 9/10 oder 8/10 auch überhaupt nix darüber, wie gut ein Spiel letztlich ist. Und wenn es 9/10 Punkten hat wegen Pipapo, aber elendig lange Ladezeiten (wie ja Bayonetta angeblich) und ständig “Fly me to the moon” einspielt, was mich irgendwann ankotzt, dann ist es trotzdem ein Scheißspiel, egal wie toll die Combomöglichkeiten sind.

  5. Tosche sagt:

    Wenn du die Grafik jedes Spiels mt Uncharted 2 vergleichts, kann ja kaum noch ein Spiel 10 Punkte bekommen. Außerdem hasst du einen falschen Gedankengang. 10 Punkte bedeuten nicht, das es perfekt ist, sondern das es keine Gründe gibt, die Wertung runterzusetzten.
    Zu der Sache mit den Wertungen. Es ist unmöglich ein Spiel nur objektiv zu bewerten. Du kannst nur punkte wie die technischen Umsetzungen und bugs objektiv bewerten, aber alles andere ist IMMER eine subjektive Auffassung.

  6. quellquun sagt:

    das Spiel ist zwar geil aber die Grafik ist nicht gerade aktuell :/
    man begegnet einfach oft Stellen die selbst an der PS2 noch besser aussahen (Umhänge die sich wie ein Stück Blech bewegen etc.)

  7. DeaDCeLL sagt:

    die playstation version ist um einiges schlechter als die der xbox.

    xbox lädt um einiges schneller, die farben sind besser, ps3 ruckelt

  8. Dexter sagt:

    @Tosche:
    “Zu der Sache mit den Wertungen. Es ist unmöglich ein Spiel nur objektiv zu bewerten. Du kannst nur punkte wie die technischen Umsetzungen und bugs objektiv bewerten, aber alles andere ist IMMER eine subjektive Auffassung.”

    Damit hast du vollkommen recht. Merkst du nun, warum Wertungen in Form von Zahlen keinen Sinn ergeben, vor allem dann nicht, wenn sie so aufgeschlüsselt sind, wie in dem Review oben?

  9. Hurricane sagt:

    hmm
    ICH find eine bewertung mit zahlen schon hilfreich…
    weil es ja darauf ankommt wie sehr z.b das dauernde wiederholen eines liedes stört….
    und das geht aus den zahlen gut hervor aber nich aus dem text…

  10. Randomuser sagt:

    Da bist du mit Verlaub nicht mehr up to date

  11. Tosche sagt:

    Jo ich finde auch das Zahlen nur wenig Sinn ergeben, aber es ist nun mal die einfachste Methode eine Wertung zu machen. Die Leute wollen nun mal Zahlen, und keinen Wall of Text. Das wird sich warscheinlich auch nie ändern, da der Mensch nun mal von Geburt an faul ist.

  12. Tosche sagt:

    Du meinst die Verkaufszahlen, die Microsoft mit den zurückgeschickten Konsolen gepuscht hat (Ring of Death etc)? Die Hardware und Software der PS3 ist Besser. Punkt.

  13. Tucs sagt:

    Sowas wie dich hätte man früher bestimmt an die wand gestellt… um schaden vom volk abzuwenden.

  14. Ranker sagt:

    LOOOOOOL Man hast du nen Plan, informier dich lieber bevor du solche Aussagen in den Raum stellst. PS3 und besser, was n Witz. Einzig das Cell Prozessor von der PS3 ist “vielleicht” besser, aber was bringt dir das wenn ca. 70% der Spiele auf der Xbox360 besser laufen und besser aussehen als auf der PS3?
    Kannst sogar im Internet nachgooglen.

  15. Dexter sagt:

    @Hurricane

    Zahlen sollen hilfreich sein, wenn du einschätzen möchtest, ob es z.B. nervt, dass ständig ein Song wiederholt wird?

    Sorry, aber das ist doch Mumpitz. Du weißt doch selbst, ob dich so was stört oder nicht. Außerdem wird so was in den Tests dann doch eh erwähnt und da kannst du es dann doch auch schon abschätzen.

  16. Nicky sagt:

    Hm… nein, ist er nicht. Seine Aussage war wahrscheinlich auf die PS3-Version von Bayonetta bezogen, nicht auf die PS3 allgemein, von daher stimmt es einfach. Die PS3-Version von Bayonetta ist technisch der letzte Rotz.

  17. zukzuk sagt:

    Bayonetta ist ein tolles spiel und ich hatte viel veil spass mit dem teil aber man sollte sich noch Darksiders an schauen, was auch wirklich super ist.

  18. Rincewind sagt:

    Ja, denn genau darum hat man das ja gemacht, damals…

    Mal im Ernst: Solche Kommentare sind einfach nur eine dumme Provokation, ich meine, ja, Godwin wird sich freuen aber muss er denn immer Recht haben?

  19. Tosche sagt:

    Ich hab nur von der Hard und Software gesprochen. Und da ist die PS3 einfach besser. Du hasst recht das viele Spiele auf der Xbox besser laufen, das liegt aber nicht an der Leistung, sondern einfach daran, das es viel schwerer ist, für die PS3 zu programieren.

  20. vanny sagt:

    Xbox hat im Vergleich zur PS3 die bessere Grafik (www.google.de ~> testbericht) und ich find auch die besseren Exclusives.
    Das einzige was PS3 der Xbox voraus hat ist das Blue-Ray Laufwerk

  21. Yu sagt:

    Wo hatte Uncharted 2 Perfekte Grafik?
    War es fotorealistisch?
    Das Spiel konnte Grafisch nichtmal mit der CE2 mithalten

  22. Rising Dawn sagt:

    Man man man wie hier immer rumgemeckert wird wegen so kleinen Grafikunterschieden das ist immer zuuu herrlich . PS3 und XBox sehen doch beide hammer aus ich weiß echt nicht was ihr nochmehr wollt ^^ Manchmal wünsche ich mir NES, Snes und alle anderen Oldschool-Konsolen zurück, back to the roots!

Hinterlasse eine Antwort

 
[«]
JustNetwork | Just! StarWars · Just! Diablo · WoWszene · Just! Stevinho · Just Board
Registrieren
Username Passwort